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Schrittmotorsteuerung für meine CNC-Fräse


Aufbau von Fräsmaschinen

Profi- Fräsmaschinen, wie z.B. Deckel oder Maho, werden als komplette Einheit
geliefert. Der Bedienteil zur Programmeingabe ( Bildschirm mit Tastatur oder ein
Touchscreen ) hängt an einem Kabel an der Maschine. Welche Komponenten für
den funktionellen Ablauf eingebaut sind, ist für den Benutzer eigentlich nicht recht
nachvollziehbar und auch nicht von Interesse. Kurz - Die Maschine hat alles, was
zum Fräsen gebraucht wird. Im Hobbybereich sind meist die Grundkomponenten
verteilt und erkennbar. Da sind die mechanische Fräse, die Schrittmotorsteuerung
und eine PC. Unten ist ein Bild von meiner Anlage.



Die einzelnen Komponenten des Bildes werden erklärt, wenn die Maus drauf steht.

Hier geht es aber nur um die Schrittmotorsteuerung.

Steuerung geschlossen

Unten sind einige mechanische Teile wie Trafo Kabel usw, die Interfaceplatine und
die Motortreiberplatinen - von links nach rechts. Und alles soll in die links dargestellte
leere Box.

Gehäuse leer   Grundaufbau   Interface  

Und so sieht es aus, wenn alles eingebaut ist

Steuerung akomplett offen


Das ist das Gehäuse mit der roten Notaustaste links im Bild. Ursprünglich war eine SUN Workstation drin. Das Gehäuse ist kompakt und komplett abgeschirmt - was will man mehr.


Hinten im Bild von links nach rechts sind Netzeingang mit Filter, Lüfter und zwei
Flachbandkabel mit Buchsen für Endschalter und Steuerungseingang vom PC.
Davor sind zwei Netzteile. Links für LEDs und Lüfter und rechts für die Motortreiber.
Der Ringkerntrafo speist die Stromversorgung der Motortreiber mit 34 Volt. Der
kleine Trafo vorne links bringt die 12 Volt für Lüfter usw. Vorne eingebaut ist die
Notaustaste, und rechts die Buchsen für die drei Schrittmotoren. Dahinter, von
einem Kabel verdeckt, ist noch eine Buchse für die Leistungsbox (oben im Bild
auf der Steuerung). Rechts vorne sind die drei Treiberstufen der Schrittmotoren
und darunter die Interfaceplatine. Das war eine ganz nette Tüftelei, bis alles so
aufgebaut war wie es jetzt ist. Die spannungsführenden Teile, die 230 Volt haben,
sind alle berührungssicher eingebaut. Bei geschlossenem Deckel sorgt der
Lüfter für einen enormen Luftstrom durch das Gehäuse. Die Luft wird vorne und
seitlich durch genial platzierte Lüftungsschlitze angesaugt, und durch den Lüfter ins
Freie transportiert. Alle Komponenten bleiben beim Fräsen leicht handwarm. Das
Lüftungssystem ist eine Eigenheit vom Gehäuse, in das ursprünglich eine kleine
SUN Workstation eingebaut war. Diesen Vorteil habe ich mir zu Nutze gemacht.

Die einzelnen Komponenten und Baugruppen

Das Leistungsnetzteil besteht aus einem Ringkerntrafo, einem Brückengleichrichter
und einem dicken Elko mit 10000 uF. Es ist für die Treiberstufen der Schrittmotore
zuständig.
Das kleine Netzteil besteht aus einem 12 Volt Trafo, einem Gleichrichter, einem
1000 uF Siebkondensator und einem 12 Volt Spannungsregler. Es versorgt die
LED und den Lüfter.
Die Interfacekarte von der Firma Langenfeld wird vom PC über die LPT-Schnittstelle
gespeist. Sie ist neben den Motortreibern mit ein Hauptbestandteil der Steuerung.
Die Mach3 Software, die auf dem PC läuft versorgt die Interfacekarte mit
Signalen für die Treiberendstufen (Step und Richtung). Auch Signale für zwei Relais
(Wasser und Spindelmotor) laufen hier an. Von der Interface zur Mach3 wiederum
werden Signale von den Endschaltern der drei Achsen und NOTAUS geschickt.
Die drei Schrittmotortreiber von der Firma Nanotec Logo in München wandeln die
Impulse und Signale von der Interfacekarte um, und speisen die Motoren. Die
Treiberstufen werden in achtel bzw. sechzehntel Zwischenschritte unterteilt. Bei
Motoren mit einem Schrittwinkel von 1,8 Grad (200 Schritte) werden pro Umdrehung
dann 1600 Schritte. Bei einer Spindelsteigung von drei Millimeter ergibt das dann
0,001875 mm je Schritt.

Schaltbild der Verdrahtung von Steuerung und Motoren

Verdrahtung Verdrahtung Motore

Ein Klick auf das Bild zeigt es größer.

Und zum Schluß
Bis jetzt läuft die Fräse und auch die Schrittmotorsteuerung ohne Störungen und
Ausfälle. Der gesamte Aufbau ist sorgfältig durchdacht und ausgeführt worden; und
das zahlt sich aus. Bei einigen abgebrochenen Bohrern oder Fräsern ist die Schuld
nicht bei der Fräse oder Steuerung zu suchen - Der Fehler liegt zwischen meinem
Kopfhörer.